Wasserfilter wechseln: Wie oft müssen Filterkartuschen erneuert werden?

Wie oft muss ein Wasserfilter gewechselt werden? Erfahren Sie, warum Aktivkohle, Vorfilter und RO-Membranen unterschiedliche Lebensdauern besitzen, woran ein notwendiger Filterwechsel erkennbar ist und welche Wechselintervalle für BEM Akira, Orion, LINA, IDA, Robin und Unicora angegeben werden.

Ein Wasserfilter arbeitet nicht unbegrenzt mit gleichbleibender Leistung. Sedimentfilter sammeln Partikel, Aktivkohle besitzt nur eine begrenzte Aufnahmekapazität und auch eine Umkehrosmosemembran muss irgendwann ersetzt werden. Deshalb gehört der regelmäßige Filterwechsel zur normalen Wartung jeder Wasserfilteranlage.

Doch wie oft muss man einen Wasserfilter tatsächlich wechseln? Eine pauschale Antwort wie „alle sechs Monate“ wäre falsch. Das richtige Wechselintervall hängt von der Filterart, dem jeweiligen Gerät, der verbrauchten Wassermenge und der Qualität des Eingangswassers ab.

Kurz erklärt:
Wasserfilter sollten nach dem vom Hersteller vorgegebenen Intervall beziehungsweise spätestens nach Erreichen ihrer angegebenen Kapazität gewechselt werden. Vorfilter und Aktivkohle benötigen häufig früher einen Austausch als eine RO-Membran. Bei BEM liegen die angegebenen Intervalle – je nach Modell und Kartusche – beispielsweise zwischen 6 und 36 Monaten. Wasserqualität und Verbrauch können die tatsächliche Nutzungsdauer beeinflussen.

Warum muss ein Wasserfilter überhaupt gewechselt werden?

Filtermedien besitzen eine begrenzte Kapazität. Im Laufe der Nutzung sammeln sich zurückgehaltene Partikel an oder die Fähigkeit eines Filtermediums, bestimmte Stoffe zu binden, nimmt ab.

Bei einem mehrstufigen Filtersystem erfüllen die einzelnen Kartuschen unterschiedliche Aufgaben. Ein Sediment- oder PAC-Vorfilter schützt beispielsweise die nachfolgende Membran, während Aktivkohle vor allem für bestimmte Geschmacks- und Geruchsstoffe eingesetzt wird. Eine RO-Membran wiederum übernimmt einen anderen Teil der Wasseraufbereitung.

Die US-Umweltbehörde EPA weist darauf hin, dass Wasseraufbereitungssysteme regelmäßig gewartet und Filter entsprechend dem vom Hersteller empfohlenen Zeitplan ausgetauscht werden müssen. Auch das CDC empfiehlt ausdrücklich den regelmäßigen Filterwechsel, damit die Systeme korrekt funktionieren und sich bei schlechter Wartung keine Keime im Filter vermehren.

Wie oft sollte man einen Wasserfilter wechseln?

Es gibt kein universelles Wechselintervall für alle Wasserfilter.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Filtertyp und Filtermedium,
  • Wassermenge, die durch die Kartusche geflossen ist,
  • Qualität und Härte des Eingangswassers,
  • Partikelbelastung des Leitungswassers,
  • Nutzungsdauer seit dem Einsetzen und
  • Herstellervorgaben des konkreten Systems.

Deshalb können innerhalb derselben Wasserfilteranlage unterschiedliche Kartuschen zu unterschiedlichen Zeitpunkten fällig werden.

BEM Wasserfilter: Wechselintervalle im Überblick

Für die BEM-Wasserfiltersysteme werden je nach Kartusche unterschiedliche maximale beziehungsweise empfohlene Nutzungszeiträume angegeben.

BEM Modell Angegebene Wechselintervalle
BEM Akira PAC: etwa 6–12 Monate
RO: etwa 12–24 Monate
C2: etwa 6–12 Monate
BEM Orion PCB: maximal etwa 6–12 Monate
RO: maximal etwa 12–36 Monate
BEM LINA / IDA PAC: etwa 6–12 Monate
RO: etwa 12–24 Monate
CF bzw. CF mit Mineralisator: etwa 6–12 Monate
BEM Robin / Lora Kombinierte Ersatzkartusche: etwa 12–24 Monate
BEM Unicora PAC: etwa 6–12 Monate
RO: etwa 6–12 Monate laut aktueller Produktangabe

Wichtig: Diese Angaben sind keine Garantie dafür, dass eine Kartusche unter allen Bedingungen exakt so lange genutzt werden kann. Die BEM-Produktinformationen weisen bei mehreren Filtern ausdrücklich darauf hin, dass Wasserqualität und Verbrauch die Lebensdauer beeinflussen.

BEM Akira: Wann PAC-, RO- und C2-Filter wechseln?

Der BEM Akira verwendet drei austauschbare Filtermodule mit unterschiedlichen Aufgaben.

PAC-Filter: etwa 6 bis 12 Monate

Der PAC-Filter übernimmt die Vorfiltration. Laut Produktbeschreibung kombiniert er Sedimentfiltration und Vorkohle und ist unter anderem für Partikel, Rost, Sand, Schwebstoffe, Restchlor sowie bestimmte Geruchs- und Geschmacksstoffe vorgesehen.

Für den BEM Akira PAC-Ersatzfilter werden maximal 3.600 Liter beziehungsweise etwa 6 bis 12 Monate angegeben.

RO-Membran: etwa 12 bis 24 Monate

Die Umkehrosmosemembran besitzt ein längeres angegebenes Wechselintervall. Für den BEM Akira RO-Ersatzfilter nennt die Produktinformation eine Kapazität von bis zu 7.200 Litern beziehungsweise ungefähr 12 bis 24 Monate.

C2-Nachfilter: etwa 6 bis 12 Monate

Der C2-Postkohlefilter ist insbesondere für die abschließende geschmackliche Aufbereitung vorgesehen. Für den BEM Akira C2-Ersatzfilter werden ebenfalls maximal 3.600 Liter beziehungsweise etwa 6 bis 12 Monate angegeben.

Ersatzfilter für BEM Akira:
PAC und C2 werden üblicherweise früher gewechselt als die RO-Membran. Prüfen Sie daher nicht nur das Alter der gesamten Anlage, sondern jede Filterstufe einzeln.

BEM Orion: Warum haben PCB und RO unterschiedliche Laufzeiten?

Beim BEM Orion übernimmt der PCB-Verbundfilter die Vor- und Nachbehandlung aus Polypropylen- und Aktivkohlekomponenten. Für den PCB-Ersatzfilter des BEM Orion wird eine maximale Lebensdauer von etwa 6 bis 12 Monaten angegeben.

Die RO-Membran des BEM Orion besitzt laut aktueller Produktangabe dagegen eine maximale Lebensdauer von ungefähr 12 bis 36 Monaten.

Das bedeutet nicht, dass die RO-Membran automatisch drei Jahre lang verwendet werden sollte. Der tatsächliche Wechselzeitpunkt kann aufgrund von Nutzung und Eingangswasser früher erreicht werden.

BEM LINA und IDA: Drei Filterstufen mit verschiedenen Intervallen

Für BEM LINA und BEM IDA stehen PAC-, RO- und CF-Filter zur Verfügung.

Die angegebenen Intervalle lauten:

  • PAC: etwa 6 bis 12 Monate,
  • RO: etwa 12 bis 24 Monate,
  • CF: etwa 6 bis 12 Monate,
  • CF mit Mineralisator: etwa 6 bis 12 Monate.

Wer alle drei klassischen Filterstufen gemeinsam austauschen beziehungsweise bevorraten möchte, findet bei Kaufbei ein 3er-Set aus PAC-, RO- und CF-Ersatzfilter für BEM LINA und IDA.

Alternativ ist für die dritte Stufe ein CF-Filter mit Mineralisator erhältlich.

BEM Robin: Wann wird der All-in-One-Filter gewechselt?

Beim BEM Robin ist das Prinzip einfacher, weil mehrere Filterfunktionen in einer kombinierten Kartusche zusammengefasst sind.

Der Ersatzfilter für BEM Robin und BEM Lora kombiniert laut Produktbeschreibung Sedimentfiltration, mehrere Aktivkohleelemente und eine RO-Membran.

Als mögliches Wechselintervall werden etwa 12 bis 24 Monate genannt, abhängig von der Qualität des Leitungswassers.

BEM Unicora: PAC und RO kontrollieren

Auch beim BEM Unicora werden verschiedene Filterstufen separat angeboten.

Für den PAC-Filter des BEM Unicora nennt die aktuelle Produktinformation eine Lebensdauer von etwa 6 bis 12 Monaten.

Für den RO-Ersatzfilter des BEM Unicora werden aktuell ebenfalls etwa 6 bis 12 Monate angegeben.

Da Wechselintervalle produktspezifisch sind, sollte man die Lebensdauer einer RO-Membran niemals von einem anderen BEM-Modell auf Unicora übertragen.

Woran erkennt man, dass ein Wasserfilter gewechselt werden muss?

Am zuverlässigsten sind die Herstellerangabe, eine vorhandene Filterwechselanzeige und die dokumentierte Nutzungsdauer.

Mögliche Hinweise können zusätzlich sein:

  • eine Filterwechselanzeige meldet das Ende der Nutzungsdauer,
  • der Wasserdurchfluss wird deutlich geringer,
  • Geruch oder Geschmack verändern sich,
  • bei einem RO-System verschlechtert sich die dokumentierte Membranleistung oder
  • die maximale Zeit beziehungsweise Kapazität des Filters wurde erreicht.
Wichtig:
Warten Sie nicht darauf, dass gefiltertes Wasser plötzlich schlecht schmeckt. Geschmack, Geruch und Aussehen sind keine zuverlässigen Indikatoren für die hygienische oder chemische Qualität von Wasser. Ein Filter sollte deshalb planmäßig gewechselt werden und nicht erst dann, wenn ein Problem wahrnehmbar ist.

Kann man mit einem TDS-Messgerät erkennen, wann der Filter gewechselt werden muss?

Bei einer Umkehrosmoseanlage kann der TDS-Wert Hinweise auf die Leistung der RO-Membran geben – er ersetzt aber nicht die Herstellerangaben.

Ein TDS-Messgerät misst indirekt die Menge gelöster Ionen über die elektrische Leitfähigkeit. Wird der TDS-Wert des gefilterten Wassers im Vergleich zum ursprünglichen Zustand deutlich höher, kann dies ein Anlass sein, die Anlage und insbesondere die RO-Stufe zu überprüfen.

Der absolute TDS-Wert allein sagt jedoch nicht, ob Trinkwasser gesundheitlich sicher ist. Krankheitserreger und einzelne chemische Stoffe können damit nicht zuverlässig bestimmt werden.

Mehr über die unterschiedlichen Aufgaben der Filterstufen erklären wir im Kaufbei-Ratgeber Was filtert ein Wasserfilter wirklich? Aktivkohle und Umkehrosmose erklärt.

Kann man einen Filter länger verwenden, wenn das Wasser noch gut schmeckt?

Das ist nicht empfehlenswert.

Ein unveränderter Geschmack beweist nicht, dass ein Filter seine vorgesehene Leistung weiterhin erbringt. Das CDC weist ausdrücklich darauf hin, dass Geschmack, Geruch und Aussehen des Wassers keine zuverlässigen Sicherheitsindikatoren sind.

Ist das maximale Herstellerintervall erreicht, sollte die Kartusche daher gewechselt werden, auch wenn subjektiv noch kein Unterschied feststellbar ist.

Warum kann ein verspäteter Filterwechsel problematisch sein?

Ein über seine vorgesehene Nutzungsdauer hinaus verwendeter Filter kann an Leistungsfähigkeit verlieren.

Bei schlecht gewarteten Wasserfiltersystemen kommt zusätzlich ein hygienischer Aspekt hinzu. Das CDC weist darauf hin, dass sich Keime in Wasserfiltern vermehren können, wenn diese nicht sachgerecht gewartet und ausgetauscht werden.

Die EPA betont ebenfalls, dass die regelmäßige Wartung entscheidend dafür ist, dass ein Wasseraufbereitungssystem effektiv arbeitet.

Wie wechselt man einen Wasserfilter richtig?

Der genaue Ablauf unterscheidet sich je nach BEM-Modell. Deshalb hat die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts Vorrang.

Typischerweise gehören folgende Schritte dazu:

  1. Passende Kartusche prüfen: Modellbezeichnung und Filterposition müssen übereinstimmen.
  2. Gerät vorbereiten: Je nach Konstruktion Wasserzufuhr beziehungsweise Gerät entsprechend der Anleitung ausschalten.
  3. Alten Filter entnehmen: Kartusche ohne unnötige Verunreinigung der Anschlüsse entfernen.
  4. Neue Kartusche einsetzen: Auf korrekten Sitz und die vorgesehene Position achten.
  5. Filter vorbereiten: Einige Kartuschen müssen laut Hersteller vor der Nutzung gespült oder anderweitig vorbereitet werden.
  6. Anlage starten und prüfen: Auf Undichtigkeiten und korrekten Wasserfluss achten.
  7. Anzeige zurücksetzen: Falls das Gerät über eine Filterwechselanzeige verfügt, diese entsprechend der Anleitung zurücksetzen.

Muss ein neuer Filter vor der Nutzung gespült werden?

Das hängt von der Kartusche ab. Insbesondere Aktivkohlefilter werden häufig vor der normalen Nutzung gespült, damit lose Bestandteile beziehungsweise produktionsbedingte Rückstände ausgetragen werden.

Bei einzelnen BEM-Ersatzfiltern enthält die Produktinformation konkrete Hinweise zur Vorbereitung. Deshalb sollte man nicht pauschal für jedes Modell dieselbe Spüldauer verwenden.

Entscheidend ist die Anweisung auf dem jeweiligen Ersatzfilter oder in der Bedienungsanleitung.

Hygiene beim Filterwechsel

Beim Wechsel sollte sauber gearbeitet werden, damit die neue Kartusche und wasserführende Anschlüsse nicht unnötig verunreinigt werden.

Sinnvoll ist:

  • vorher die Hände gründlich waschen,
  • saubere Arbeitsflächen verwenden,
  • Filteranschlüsse möglichst nicht mit verschmutzten Händen berühren,
  • alte Kartuschen direkt entsorgen und
  • nach dem Wechsel erneut die Hände waschen.

Das CDC empfiehlt beim Filterwechsel sogar Handschuhe und anschließendes Händewaschen, insbesondere weil gebrauchte Filter zurückgehaltene Stoffe und Mikroorganismen enthalten können.

Wie merkt man sich den nächsten Filterwechsel?

Gerade bei mehreren Kartuschen mit unterschiedlichen Laufzeiten geht der Überblick schnell verloren.

Bewährt haben sich:

  • Wechseldatum direkt auf der Kartusche notieren,
  • Datum im Smartphone-Kalender speichern,
  • Filterwechselanzeige des Geräts nutzen,
  • eine kleine Wartungsliste für PAC, RO und Nachfilter führen und
  • passende Ersatzkartuschen rechtzeitig bevorraten.

Bei einer Anlage mit drei verschiedenen Filterstufen sollte also nicht einfach jedes Jahr „alles“ ausgetauscht werden, wenn der Hersteller für die RO-Membran ein anderes Intervall vorsieht.

Warum beeinflusst die Wasserqualität die Filterlebensdauer?

Ein Filter wird je nach Eingangswasser unterschiedlich stark belastet.

Enthält das Wasser beispielsweise mehr Partikel, wird ein Sedimentfilter schneller beansprucht. Auch Wasserhärte, gelöste Stoffe, Wasserdruck und täglicher Verbrauch können die Belastung einzelner Stufen beeinflussen.

Aus diesem Grund geben Hersteller häufig Zeiträume wie „6 bis 12 Monate“ statt eines einzigen festen Datums an.

Ist ein günstiger Wasserfilter automatisch günstiger im Betrieb?

Nein. Beim Vergleich von Wasserfiltersystemen sollten neben dem Kaufpreis auch die langfristigen Wartungskosten berücksichtigt werden.

Relevant sind beispielsweise:

  • Anzahl der benötigten Kartuschen,
  • Preis der Ersatzfilter,
  • Wechselhäufigkeit,
  • Lebensdauer der RO-Membran und
  • bei Umkehrosmose zusätzlich Strom- und Wasserverbrauch.

Ein System mit einer etwas höheren Anschaffungssumme kann langfristig günstiger sein, wenn seine Kartuschen eine höhere Kapazität besitzen. Umgekehrt kann ein günstiges Gerät durch häufige Filterwechsel höhere Folgekosten verursachen.

BEM Ersatzfilter bei Kaufbei

Die passenden Wechselkartuschen für verschiedene BEM-Wasserfilter finden Sie gesammelt in der Kategorie BEM Ersatzfilter bei Kaufbei.

Filterwechsel nicht vergessen:
Für BEM Akira, Orion, LINA, IDA, Robin, Lora und Unicora stehen passende Ersatzkartuschen zur Verfügung. Wählen Sie immer den Filter, der ausdrücklich mit Ihrem Gerätemodell kompatibel ist.

Häufige Fragen zum Filterwechsel

Wie oft muss ein Wasserfilter gewechselt werden?

Das hängt vom Filter und vom Gerät ab. Je nach BEM-Modell liegen die angegebenen Intervalle beispielsweise zwischen etwa 6 und 36 Monaten. Maßgeblich ist immer die Vorgabe für die konkrete Kartusche.

Wie oft muss ein Aktivkohlefilter gewechselt werden?

Es gibt kein allgemeingültiges Intervall. Bei verschiedenen BEM-PAC-, PCB- und CF-Filtern werden beispielsweise etwa 6 bis 12 Monate angegeben.

Wie lange hält eine RO-Membran?

Das ist modellabhängig. Beim BEM Akira werden etwa 12 bis 24 Monate angegeben, beim BEM Orion maximal etwa 12 bis 36 Monate. Andere Systeme können abweichende Intervalle besitzen.

Was passiert, wenn man den Wasserfilter nicht wechselt?

Die Filterleistung kann nachlassen. Bei mangelnder Wartung können außerdem hygienische Probleme entstehen. Deshalb sollten Filter entsprechend den Herstellerangaben erneuert werden.

Kann man einen Wasserfilter zu früh wechseln?

Ja, technisch kann eine Kartusche natürlich vor Ende ihrer vorgesehenen Lebensdauer ausgetauscht werden. Nötig ist das beispielsweise, wenn der Hersteller oder eine Anlagenanzeige einen früheren Wechsel verlangt oder ungewöhnliche Betriebsprobleme auftreten.

Kann man einen Wasserfilter länger als angegeben verwenden?

Das maximale Herstellerintervall sollte nicht eigenmächtig überschritten werden. Dass das Wasser noch normal schmeckt, beweist keine ausreichende Filterleistung.

Zeigt schlechter Geschmack an, dass der Filter verbraucht ist?

Eine Geschmacksveränderung kann ein Hinweis sein, ist aber kein zuverlässiger Test. Der Filter sollte nach Zeit, Kapazität und Herstelleranzeige gewechselt werden.

Kann TDS zeigen, ob die RO-Membran defekt ist?

Ein veränderter TDS-Wert kann Hinweise auf die Leistung eines RO-Systems geben. Er muss jedoch im Verhältnis zum Eingangswasser und zum normalen Ausgangswert des Geräts betrachtet werden und ersetzt keine vollständige Wasseranalyse.

Muss nach dem Filterwechsel gespült werden?

Bei vielen Kartuschen ja, aber Vorgehensweise und Dauer sind produktspezifisch. Deshalb sollten die Anweisungen des jeweiligen Ersatzfilters befolgt werden.

Muss man alle Filter gleichzeitig wechseln?

Nein. In mehrstufigen Anlagen können Vorfilter, RO-Membran und Nachfilter unterschiedliche Lebensdauern besitzen.

Wie finde ich den richtigen Ersatzfilter?

Am sichersten über die genaue Modellbezeichnung des Wasserfilters und die Bezeichnung der Filterposition, beispielsweise PAC, RO, C2, PCB oder CF.

Kann ich eine BEM-Akira-Kartusche in einem anderen BEM-Modell verwenden?

Nur wenn die Kompatibilität ausdrücklich angegeben ist. Die Bauform und Anschlüsse unterscheiden sich zwischen den Modellen, daher sollte immer ein freigegebener Ersatzfilter verwendet werden.

Fazit: Filterwechsel nach System statt nach Gefühl

Der richtige Zeitpunkt für einen Wasserfilterwechsel lässt sich nicht allein am Geschmack des Wassers erkennen. Entscheidend sind das konkrete Filtermodell, seine Kapazität, die Nutzungsdauer sowie die Herstellerangaben.

Bei mehrstufigen BEM-Anlagen ist besonders wichtig, die Kartuschen getrennt zu betrachten: Ein PAC- oder CF-Filter kann bereits nach 6 bis 12 Monaten fällig sein, während bestimmte RO-Membranen deutlich länger genutzt werden können.

Wer Wechseldaten dokumentiert und Ersatzkartuschen rechtzeitig bereithält, kann die Wartung einfach planen und verhindert, dass ein Filter weit über seine vorgesehene Nutzungsdauer hinaus verwendet wird.

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