Welche Pflanzen lieben Sonne? Was Sie an den sonnigsten Platz im Garten pflanzen können
Welche Pflanzen eignen sich für den sonnigsten Platz im Garten? Der Artikel stellt Lavendel, Thymian, Salbei, Sonnenhut, Fetthenne und weitere geeignete Pflanzen vor und erklärt, wie sich ein sonniges Beet sinnvoll mit Terrasse, Sitzecke und Grillplatz kombinieren lässt.
In fast jedem Garten gibt es Bereiche, die im Sommer viele Stunden in der Sonne liegen. Der Boden erwärmt sich dort stärker und trocknet schneller aus, sodass sich nicht jede Pflanze gleichermaßen wohlfühlt. Für zahlreiche Arten ist viel Licht jedoch genau die Voraussetzung für gesundes Wachstum und eine üppige Blüte.
Lavendel, Thymian, Salbei, Sonnenhut, Fetthenne und verschiedene Ziergräser eignen sich für sonnige Gartenbereiche. Befindet sich dort zusätzlich eine Terrasse oder ein Grillplatz, können Pflanzen dazu beitragen, den Nutzbereich harmonisch mit dem Garten zu verbinden.
Kurz erklärt: Für einen sonnigen Standort sollten Pflanzen gewählt werden, die viel Licht vertragen und gleichzeitig zu Boden und Feuchtigkeitsverhältnissen passen. Für trockene, gut durchlässige Standorte kommen beispielsweise Lavendel, Thymian, Salbei und verschiedene Fetthennen infrage. „Sonnenliebend“ bedeutet allerdings nicht „braucht kein Wasser“: Besonders nach dem Einpflanzen benötigen auch trockenheitsverträgliche Arten ausreichend Feuchtigkeit, bis sie gut eingewurzelt sind.
Woran erkennt man einen wirklich sonnigen Standort?
Bevor ein Beet geplant wird, lohnt es sich, den gewünschten Bereich an einem sonnigen Tag zu beobachten. Als vollsonnig werden häufig Standorte bezeichnet, die ungefähr sechs Stunden oder länger direktes Sonnenlicht erhalten.
Dabei kommt es nicht ausschließlich auf die Anzahl der Sonnenstunden an.
Ein Platz mit überwiegend Morgensonne bietet andere Bedingungen als ein Bereich an einer Süd- oder Westwand, der sich am Nachmittag stark aufheizt. Steinwände, Pflasterflächen und Kies können zusätzliche Wärme speichern und wieder abgeben.
Zwei Plätze mit ähnlich vielen Sonnenstunden können deshalb ganz unterschiedliche Bedingungen für Pflanzen bieten.
Was sollte man bei Pflanzen für sonnige Standorte beachten?
Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich auf den Lichtbedarf zu achten. Pflanzen stellen jedoch weitere Anforderungen an ihren Standort.
Vor dem Pflanzen sollte man berücksichtigen:
- Bodenart und Bodenstruktur,
- Wasserdurchlässigkeit,
- Bodenfeuchtigkeit,
- Wind und geschützte Lagen,
- Winterhärte der jeweiligen Art und Sorte,
- spätere Größe der Pflanze.
Besonders wichtig ist der Wasserabzug. Viele Pflanzen, die Sonne und zeitweise Trockenheit gut vertragen, kommen mit dauerhaft nassem Boden wesentlich schlechter zurecht.
Deshalb sollte zuerst der Standort beurteilt und anschließend die passende Pflanze ausgewählt werden – nicht umgekehrt.
Lavendel: ein Klassiker für sonnige Gartenplätze
Lavendel gehört zu den bekanntesten Pflanzen für sonnige Standorte. Er bevorzugt warme, helle Plätze und einen gut durchlässigen Boden, in dem sich nicht dauerhaft Wasser staut.
Lavendel kann entlang eines Gartenwegs, am Rand eines Beetes oder in der Nähe einer Terrasse gepflanzt werden. Das graugrüne Laub wirkt auch außerhalb der Blütezeit dekorativ, während der charakteristische Duft besonders in der Nähe von Sitzplätzen angenehm wahrgenommen wird.
Für einen Garten in Deutschland sollte auf die jeweilige Art und Sorte geachtet werden. Die Winterhärte kann sich deutlich unterscheiden. Nicht jeder Lavendel, der im Sommer angeboten wird, eignet sich gleichermaßen gut für eine dauerhafte Pflanzung im Freiland.
Für Gartenbeete werden deshalb häufig winterhärtere Sorten des Echten Lavendels und geeignete Hybriden gewählt.
Thymian: Sonne, Aroma und Nutzen in der Küche
Thymian passt besonders gut in einen Garten, der mit einer Terrasse oder einer Außenküche verbunden ist.
Viele Thymianarten bevorzugen sonnige Standorte und gut durchlässige Böden. Niedrig wachsende Formen können in Steingärten, an Beeträndern oder entlang von Wegen eingesetzt werden.
Küchenthymian bietet zusätzlich einen praktischen Nutzen. Frische Triebe können zum Würzen von Gemüse, Fleisch, Fisch und verschiedenen Saucen verwendet werden.
Befindet sich in der Nähe ein Grill- oder Essbereich, wird ein kleines Kräuterbeet damit nicht nur zum dekorativen, sondern auch zum funktionalen Bestandteil des Gartens.
Salbei: für Blumenbeet und Kräutergarten
Salbei bezeichnet eine große Pflanzengruppe, zu der sowohl dekorative als auch kulinarisch genutzte Arten gehören.
Viele Salbeiarten mögen sonnige Standorte. Die genauen Ansprüche können sich jedoch unterscheiden. Beim Kauf lohnt es sich deshalb, auf die konkrete Art und Sorte sowie deren Standort- und Pflegehinweise zu achten.
Küchensalbei lässt sich beispielsweise mit Thymian und anderen mediterran wirkenden Kräutern kombinieren. Ziersalbei eignet sich dagegen hervorragend für sonnige Staudenbeete.
Besonders pflegeleicht wird eine Pflanzung, wenn Arten mit ähnlichen Ansprüchen an Boden, Feuchtigkeit und Licht miteinander kombiniert werden.
Sonnenhut: auffällige Blüten für sonnige Beete
Sonnenhut, insbesondere Echinacea-Arten und -Sorten, eignet sich gut für offene und sonnige Staudenbeete. Die auffälligen Blüten sorgen im Sommer für kräftige Akzente.
Sonnenhut wirkt sowohl in kleinen Gruppen als auch in Kombination mit Ziergräsern und anderen Stauden.
Ein dauerhaft vernässter Boden ist ungünstig. Bei der Planung sollte außerdem die spätere Wuchshöhe berücksichtigt werden, damit höhere Pflanzen kleinere Arten nicht verdecken.
Schafgarbe: unkompliziert für naturnahe Gärten
Schafgarbe passt besonders gut zu naturnah gestalteten Beeten. Neben der bekannten Wildform gibt es zahlreiche Gartensorten mit unterschiedlichen Blütenfarben.
Viele Schafgarben bevorzugen sonnige Standorte und kommen nach dem Anwachsen auch mit vorübergehend trockenen Phasen zurecht.
Im Beet lassen sie sich beispielsweise mit Sonnenhut, Ziergräsern und anderen Stauden kombinieren, die ähnliche Standortbedingungen bevorzugen.
Besonders natürlich wirken solche Pflanzen nicht nur einzeln, sondern in kleinen Gruppen, die sich innerhalb des Beetes wiederholen.
Fetthenne: eine gute Wahl für trockene Bereiche
Fetthennen beziehungsweise Sedum-Arten bilden eine große Pflanzengruppe. Viele davon eignen sich hervorragend für sonnige und eher trockene Standorte.
Ihre fleischigen Blätter können Wasser speichern. Gut eingewachsene Pflanzen kommen deshalb häufig besser mit zeitweiser Trockenheit zurecht als viele klassische Beetpflanzen.
Niedrige Formen eignen sich für Steingärten und Beetränder. Höher wachsende Fetthennen können in Staudenbeeten eingesetzt werden.
Auch bei trockenheitsverträglichen Pflanzen ist die Anwachsphase wichtig. Nach dem Einpflanzen muss darauf geachtet werden, dass der Wurzelbereich nicht vollständig austrocknet.
Ziergräser für sonnige Gartenbereiche
Ziergräser bringen Struktur, Leichtigkeit und Bewegung in den Garten. Ihre schmalen Blätter und Blütenstände wirken besonders schön, wenn sie sich im Wind bewegen.
Allerdings sollte ein Ziergras nicht ausschließlich nach seinem Aussehen ausgewählt werden. Manche Arten bevorzugen trockene Böden, während andere mehr Feuchtigkeit benötigen. Auch Winterhärte und Wuchshöhe unterscheiden sich deutlich.
Gerade die spätere Größe ist wichtig. Eine kleine Pflanze aus dem Gartencenter kann sich innerhalb einiger Jahre zu einem stattlichen Horst entwickeln und Wege oder kleinere Nachbarpflanzen bedrängen.
In kleinen Gärten lohnt es sich daher besonders, die endgültigen Maße schon bei der Planung zu berücksichtigen.
Welche Kräuter eignen sich für sonnige Plätze?
Der sonnigste Teil des Gartens muss nicht ausschließlich ein Blumenbeet werden. Auch ein kleiner Kräutergarten ist möglich.
Je nach Boden, Klima und Sorte kommen beispielsweise infrage:
- Thymian,
- Salbei,
- Oregano,
- Bohnenkraut,
- Lavendel,
- bestimmte Rosmarinsorten.
Bei Rosmarin ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich. Er liebt Sonne und Wärme, aber nicht jede Sorte ist in Deutschland ausreichend winterhart. In kälteren Regionen kann es deshalb sinnvoll sein, Rosmarin im Topf zu kultivieren und im Winter entsprechend zu schützen.
Ein Kräuterbeet passt besonders gut in die Nähe einer Terrasse oder Außenküche. So stehen frische Kräuter beim Kochen und Grillen schnell zur Verfügung.
Was kann man in sonnige Kübel auf der Terrasse pflanzen?
Wenn im Garten wenig freie Beetfläche vorhanden ist, können viele sonnenliebende Pflanzen auch in Töpfen und Kübeln wachsen.
Das hat einen weiteren Vorteil: Die Gestaltung bleibt flexibel. Kübel können entlang einer Terrasse aufgestellt und bei Bedarf umgestellt werden. Empfindlichere Pflanzen lassen sich vor ungünstiger Witterung leichter schützen.
Allerdings trocknet Erde in einem Topf wesentlich schneller aus als Gartenboden.
Eine Pflanze, die im Beet als relativ trockenheitsverträglich gilt, kann im Kübel deshalb deutlich häufiger Wasser benötigen.
Für sonnige Standorte sind ausreichend große Gefäße mit funktionierendem Wasserabzug besonders wichtig. Staunässe sollte vermieden werden, der Wurzelballen darf während längerer Hitzeperioden aber auch nicht vollständig austrocknen.
Sonnenliebend bedeutet nicht, dass eine Pflanze kein Wasser braucht
Das ist eines der häufigsten Missverständnisse bei der Gestaltung sonniger Beete.
Steht auf einem Pflanzenetikett „sonnig“ oder „trockenheitsverträglich“, bedeutet das nicht, dass eine frisch gesetzte Pflanze ohne Bewässerung auskommt.
Nach der Pflanzung hat das Wurzelsystem zunächst nur einen begrenzten Bodenbereich erschlossen. Die Pflanze benötigt Zeit, um neue Wurzeln zu bilden.
Besonders während längerer Hitzeperioden sollten junge Pflanzungen deshalb kontrolliert werden. Ist eine trockenheitsverträgliche Staude später gut eingewurzelt, kann ihr zusätzlicher Wasserbedarf deutlich geringer sein.
In vielen Fällen ist gründliches Gießen in größeren Abständen sinnvoller, als ständig nur die obersten Zentimeter des Bodens anzufeuchten.
Wie kombiniert man Pflanzen in einem sonnigen Beet?
Ein harmonisches Beet entsteht leichter, wenn Pflanzen nicht nur nach ihren Blütenfarben, sondern vor allem nach ähnlichen Standortansprüchen zusammengestellt werden.
Sinnvoll ist beispielsweise eine Kombination von Arten, die:
- viel direktes Sonnenlicht mögen,
- einen gut durchlässigen Boden bevorzugen,
- mit mäßiger Bewässerung auskommen,
- keine dauerhafte Staunässe vertragen.
Dadurch wird die Pflege einfacher. Es entsteht nicht die Situation, dass eine Pflanze ständig Wasser benötigt, während ihre direkte Nachbarin unter zu feuchtem Boden leidet.
Erst danach sollte die optische Gestaltung geplant werden.
Höhere Pflanzen stehen häufig im Hintergrund oder in der Mitte eines von allen Seiten sichtbaren Beetes. Mittelhohe Arten bilden das Grundgerüst, während niedrig wachsende Pflanzen die Ränder gestalten können.
Spannend wirken Kombinationen aus unterschiedlichen Formen: aufrechte Blütenstände, rundliche Blüten, silbriges Laub und leichte Ziergräser schaffen Kontraste.
Was kann man neben einer sonnigen Terrasse pflanzen?
In der Nähe einer sonnigen Terrasse sind Pflanzen interessant, die über einen längeren Zeitraum attraktiv bleiben.
Lavendel, Salbei, Thymian, ausgewählte Ziergräser und andere geeignete Stauden können hier eingesetzt werden.
Neben dem Aussehen sollte jedoch auch die praktische Nutzung der Terrasse berücksichtigt werden.
Große Pflanzen dürfen Wege nicht dauerhaft einengen oder nach einem Regenschauer weit über die Terrasse hängen. Arten mit ausladendem Wuchs sollten deshalb mit genügend Abstand zum Rand gepflanzt werden.
Kräuter können näher an der Koch- oder Essecke stehen – allerdings immer mit ausreichendem Abstand zu starker Hitze und offenem Feuer.
Sonniger Garten und Sitzecke: Wie lässt sich der Platz aufteilen?
Der sonnigste Bereich eines Grundstücks muss nicht vollständig den Pflanzen gehören.
Ist genügend Fläche vorhanden, können Beet und Aufenthaltsbereich miteinander kombiniert werden. Eine Seite lässt sich beispielsweise mit sonnen- und trockenheitsverträglichen Stauden gestalten, während auf der anderen Seite Tisch und Gartenmöbel stehen.
Dabei sollte frühzeitig über Schatten nachgedacht werden. Ein Standort, der für Lavendel hervorragend ist, kann für Menschen an einem heißen Sommertag unangenehm werden.
Bei einer vollsonnigen Terrasse kann deshalb ein Sonnenschirm, eine Pergola oder eine andere geeignete Beschattung sinnvoll sein.
Pflanzen und Menschen stellen unterschiedliche Anforderungen an denselben Standort: Was für ein Sonnenbeet ideal ist, muss für einen längeren Aufenthalt nicht automatisch angenehm sein.
Wo sollte der Grill im Verhältnis zu den Pflanzen stehen?
Ist neben der Terrasse ein Grillplatz geplant, sollte dieser als eigener Funktionsbereich betrachtet werden.
Der Grill benötigt einen stabilen und ebenen Untergrund und sollte so stehen, dass er nicht leicht umkippen kann. Brennbare Materialien gehören nicht unmittelbar in seine Nähe.
Ein Grill sollte daher nicht direkt neben trockenem Gras, Sträuchern, Hecken oder Pflanzen mit vertrockneten Trieben stehen. Bei längerer Hitze und Trockenheit ist besondere Vorsicht erforderlich.
Auch der Wind spielt eine Rolle. Starke Böen können Funken und heiße Partikel weitertragen.
Leben Kinder im Haushalt oder sind sie regelmäßig zu Besuch, sollte der Bereich um den heißen Grill außerdem nicht als Spiel- oder Durchgangsfläche geplant werden.
Bei der Gestaltung eines sonnigen Gartenbereichs ist es deshalb sinnvoll, von Anfang an drei Funktionen zu unterscheiden: Pflanzbereich, Sitzecke und sicherer Arbeitsbereich rund um den Grill.
Sollten Pflanzen direkt neben dem Grill stehen?
Eine Grillzone kann durchaus begrünt werden. Pflanzen sollten jedoch nicht unmittelbar an der Hitzequelle stehen.
Praktischer ist es, Grün als Rahmen zu nutzen: ein Beet entlang der Terrasse, Pflanzkübel mit ausreichendem Abstand oder ein kleines Kräuterbeet in der Nähe der Sitzecke.
So gehören die Pflanzen optisch zum Gesamtbereich, ohne die Zubereitung von Speisen zu behindern.
Besonders ungünstig sind trockene Ziergräser oder Pflanzen mit vielen abgestorbenen Pflanzenteilen direkt neben einem Grill.
Der Grillplatz ist in erster Linie ein Funktionsbereich. Sicherheit sollte deshalb wichtiger sein als eine möglichst dichte Bepflanzung.
Häufige Fragen zu Pflanzen für sonnige Standorte
Welche Pflanzen vertragen viel Sonne?
Für sonnige Bereiche eignen sich unter anderem viele Lavendel-, Thymian-, Salbei-, Sonnenhut-, Schafgarben- und Sedum-Arten sowie verschiedene Ziergräser. Entscheidend sind zusätzlich Boden, Feuchtigkeit und Winterhärte der jeweiligen Pflanze.
Wie viele Stunden Sonne brauchen sonnenliebende Pflanzen?
Bei Pflanzen für vollsonnige Standorte gelten ungefähr sechs oder mehr Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag als üblicher Orientierungswert. Die genauen Ansprüche hängen jedoch von Art und Sorte ab.
Welche Pflanzen eignen sich für trockene, sonnige Plätze?
Für gut durchlässige, eher trockene Standorte kommen beispielsweise Lavendel, Thymian, einige Salbeiarten und verschiedene Fetthennen infrage. Die konkreten Bedingungen am Standort müssen dennoch berücksichtigt werden.
Müssen trockenheitsverträgliche Pflanzen gegossen werden?
Ja, besonders nach dem Einpflanzen. Die Trockenheitsverträglichkeit einer ausgewachsenen und gut eingewurzelten Pflanze bedeutet nicht, dass eine Neupflanzung ohne Wasser auskommt.
Was kann man an einer sonnigen Terrasse pflanzen?
Je nach Standort eignen sich beispielsweise Lavendel, Thymian, Salbei, Ziergräser und andere sonnenliebende Stauden. Dabei sollten Boden, Platzangebot und die spätere Größe der Pflanzen berücksichtigt werden.
Welche Küchenkräuter mögen Sonne?
Thymian, Salbei, Oregano, Bohnenkraut und Rosmarin gehören zu den Kräutern, die viel Licht bevorzugen. Bei Rosmarin und anderen empfindlicheren Pflanzen sollte zusätzlich auf die Winterhärte geachtet werden.
Können sonnenliebende Pflanzen im Kübel wachsen?
Ja. Viele Arten eignen sich auch für Kübel. Da Topferde schneller austrocknet als Gartenboden, muss die Wasserversorgung allerdings häufiger kontrolliert werden.
Warum wächst mein Lavendel trotz viel Sonne schlecht?
Die Ursache muss nicht das Licht sein. Lavendel reagiert empfindlich auf dauerhaft nasse Böden und benötigt einen guten Wasserabzug. Auch Sorte, Winterbedingungen und Pflege können eine Rolle spielen.
Kann eine Sitzecke am sonnigsten Platz im Garten angelegt werden?
Ja. Im Hochsommer kann sich ein solcher Platz jedoch stark aufheizen. Bei der Planung einer Terrasse oder Essecke sollte deshalb eine Möglichkeit zur Beschattung vorgesehen werden.
Kann ein Grill direkt neben einem Blumenbeet stehen?
Zwischen Grill und Pflanzen sollte ausreichend Sicherheitsabstand bestehen. Besonders trockene Vegetation und andere leicht entzündliche Materialien gehören nicht unmittelbar neben die Hitze- oder Feuerquelle.
Ein sonniger Standort ist ein Vorteil – wenn er richtig genutzt wird
Ein Platz mit viel Sonne muss kein schwieriger Gartenbereich sein, der ständig bewässert und vor Hitze geschützt werden muss. Entscheidend ist, Pflanzen auszuwählen, deren natürliche Ansprüche zu diesen Bedingungen passen.
Lavendel, Thymian, Salbei, Sonnenhut, Fetthenne und geeignete Ziergräser ermöglichen abwechslungsreiche Pflanzungen für sonnige Bereiche. Küchenkräuter können den Garten zusätzlich mit der Terrasse und dem Kochen im Freien verbinden.
Wenn daneben eine Sitzecke oder ein Grillplatz entstehen soll, lohnt es sich, den gesamten Bereich gemeinsam zu planen. Das Beet erhält geeignete Licht- und Bodenbedingungen, der Sitzplatz bei Bedarf Schatten und der Grill einen eigenen sicheren Standort.
So wird aus dem heißesten und sonnigsten Teil des Gartens ein vielseitiger Bereich, in dem Pflanzen, Erholung und das sommerliche Leben im Freien sinnvoll zusammenfinden.
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