Schmuck mit Edelsteinen richtig auswählen: Farbe, Fassung, Stil und Alltagstauglichkeit

Welcher Edelstein passt zu welchem Schmuck und worauf sollte man beim Kauf achten? Der Artikel erklärt die Besonderheiten beliebter Edelsteine, ihre Kombination mit Gelb-, Weiß- und Roségold, geeignete Fassungen und wichtige Kriterien für Ringe, Ohrringe und Anhänger.

Schmuck mit Edelsteinen fasziniert vor allem durch Farbe und Licht. Ein tiefroter Granat, ein kühler blauer Saphir, ein intensiver grüner Smaragd, ein zartrosa Morganit oder ein schillernder Opal erzeugen völlig unterschiedliche Wirkungen. Einen Schmuckstein nur danach auszuwählen, wie schön er auf einem Foto aussieht, ist jedoch nicht immer die beste Entscheidung.

Auch Hautton, bevorzugte Kleidungsfarben, das Metall der Fassung und die geplante Nutzung spielen eine Rolle. Manche Edelsteine eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften gut für häufig getragene Ringe, während empfindlichere Steine bei Ohrringen oder Anhängern besser geschützt sind.

Kurz erklärt: Den objektiv „schönsten Edelstein“ gibt es nicht. Beim Kauf sollte man neben der Farbe auf Schliff, sichtbare Einschlüsse, Widerstandsfähigkeit, mögliche Behandlungen und eine sichere Fassung achten. Bei einem Ring für jeden Tag ist die Alltagstauglichkeit besonders wichtig, während bei Ohrringen und Anhängern auch empfindlichere Schmucksteine infrage kommen.

Welche Edelsteine sind besonders schön?

Schönheit ist bei Edelsteinen eine Frage des persönlichen Geschmacks. Manche Menschen lieben transparente Steine mit intensivem Funkeln, andere bevorzugen kräftige Farben oder ungewöhnliche natürliche Strukturen.

Statt nach dem „besten“ Stein zu suchen, ist es deshalb sinnvoller zu überlegen, welche optische Wirkung man bevorzugt.

Diamant: wenn das Funkeln im Mittelpunkt steht

Diamanten werden vor allem wegen ihres Glanzes und Lichtspiels geschätzt. Farblose Varianten lassen sich mit unterschiedlichen Metallen und Kleidungsfarben kombinieren und wirken deshalb besonders vielseitig.

Die Größe allein entscheidet jedoch nicht darüber, wie attraktiv ein Diamant erscheint. Zu den wichtigen Qualitätsmerkmalen gehören Schliff, Farbe, Reinheit und Karatgewicht.

Gerade der Schliff beeinflusst wesentlich, wie der Stein einfallendes Licht reflektiert.

Saphir: für intensive Farben

Beim Saphir denken die meisten Menschen zunächst an tiefes Blau. Saphire können jedoch auch in verschiedenen anderen Farben vorkommen.

Ein blauer Saphir wirkt in Weißgold oder einem anderen hellen Metall häufig klar und kontrastreich. Gelbgold kann dem Schmuckstück dagegen einen wärmeren und klassischeren Charakter verleihen.

Saphir besitzt eine hohe Härte und wird deshalb häufig für Ringe und andere Schmuckstücke verwendet, die regelmäßig getragen werden.

Rubin: ein kräftiger Farbakzent

Ein roter Rubin fällt sofort ins Auge. Je nach Stein kann sein Rot kühler oder wärmer, heller oder dunkler wirken.

Rubine lassen sich sowohl mit hellen Metallen als auch mit Gelbgold kombinieren. Ein weißer Metallton verstärkt den Kontrast, während Gelbgold eine wärmere Gesamtwirkung erzeugt.

Wie Saphir gehört Rubin zur Mineralart Korund und zeichnet sich durch eine hohe Härte aus. Das macht ihn auch für häufig getragenen Schmuck interessant.

Smaragd: Grün mit Charakter

Beim Smaragd steht vor allem die grüne Farbe im Mittelpunkt. Besonders attraktiv wirken Steine mit einer ansprechenden Farbsättigung und ausreichender Transparenz.

Bei der Reinheit sollte ein Smaragd jedoch nicht nach denselben Maßstäben beurteilt werden wie ein Diamant. Natürliche Einschlüsse sind bei Smaragden sehr verbreitet und können mit bloßem Auge sichtbar sein.

Smaragde benötigen eine etwas vorsichtigere Behandlung. Besonders bei einem Ring ist deshalb eine Fassung sinnvoll, die empfindliche Bereiche des Steins möglichst gut schützt.

Granat: viel mehr als Dunkelrot

Granat wird häufig mit einem dunkelroten Schmuckstein gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich um eine ganze Mineralgruppe, deren Vertreter in unterschiedlichen Farben vorkommen können – darunter auch Orange- und Grüntöne.

Bei roten Granaten ist die Farbe besonders wichtig. Ein sehr dunkler Stein kann bei schwacher Beleuchtung nahezu schwarz erscheinen. Deshalb sollte man darauf achten, wie lebendig seine Farbe unter normalen Lichtbedingungen wirkt.

Auch der Schliff spielt eine wichtige Rolle, denn er beeinflusst, wie gut das Licht im Stein zur Geltung kommt.

Morganit: für eine zarte Farbwirkung

Morganit ist für seine sanften Rosa-, Pfirsich- und Rosé-Pfirsich-Töne bekannt.

Besonders harmonisch kann er mit Roségold wirken. Die warme Farbe des Metalls greift die zarten Farbtöne des Steins auf und schafft ein weiches Gesamtbild.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Morganit ausschließlich zu Roségold passt. Weißgold erzeugt einen kühleren Kontrast, während Gelbgold die warme Wirkung verstärken kann.

Da Morganit häufig relativ hell ist, lohnt es sich besonders, darauf zu achten, wie deutlich seine Farbe bei normalem Tageslicht sichtbar bleibt.

Amethyst: violette Akzente

Amethyste können von hellem Flieder bis zu kräftigem Violett reichen.

In Verbindung mit Weißgold oder einem silberfarbenen Metall wirkt der Stein häufig kühler und moderner. Gelbgold erzeugt dagegen einen stärkeren warm-kalten Kontrast.

Ein möglichst dunkler Amethyst ist nicht automatisch der schönste. Ein sehr dunkler Stein kann bei ungünstiger Beleuchtung einen Teil seiner Farbwirkung verlieren. Entscheidend ist, ob Farbe und Schliff im fertigen Schmuckstück harmonisch wirken.

Topas: Schmuckstein mit vielen Farben

Topas kommt in verschiedenen Farbtönen vor. Im modernen Schmuck sind insbesondere blaue Varianten weit verbreitet.

Beim Kauf eines farbigen Schmucksteins ist es sinnvoll zu wissen, ob die Farbe natürlich entstanden oder durch eine übliche Behandlung erzeugt beziehungsweise verändert wurde.

Eine Behandlung bedeutet nicht automatisch, dass ein Schmuckstück minderwertig ist. Wichtig ist vielmehr, dass die Angaben zum Stein transparent und nachvollziehbar sind.

Das gilt nicht nur für Topas, sondern auch für zahlreiche andere Edel- und Schmucksteine.

Opal: ein Stein, bei dem Farbe allein nicht alles erklärt

Opale nehmen unter Schmucksteinen eine besondere Stellung ein. Ihre Attraktivität kann in einem faszinierenden Farbspiel liegen: Je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel erscheinen unterschiedliche Farben und Muster.

Dadurch können zwei Opale völlig verschieden aussehen.

Beim Kauf lohnt es sich, auf die Intensität, Verteilung und Wirkung des Farbspiels zu achten.

Opal ist allerdings empfindlicher als viele klassische Edelsteine. Er kann leichter verkratzen und auf Stöße empfindlich reagieren. Soll ein Opal in einem häufig getragenen Ring sitzen, ist deshalb eine möglichst schützende Fassung sinnvoll.

Welche Steinfarbe passt zu welchem Typ?

Starre Regeln wie „dieser Farbtyp darf nur diese Edelsteine tragen“ sind wenig hilfreich. Haut-, Haar- und Augenfarbe beeinflussen zwar die Wirkung eines Schmuckstücks, aber persönlicher Geschmack und Kleidungsstil sind mindestens ebenso wichtig.

Als Orientierung können Farbtemperatur und Kontrast dienen.

Zu warm wirkenden Hauttönen können beispielsweise interessant aussehen:

  • Granat und warme Rottöne,
  • honigfarbene und goldene Nuancen,
  • pfirsichfarbener Morganit,
  • bestimmte Grüntöne,
  • Gelb- und Roségold.

Bei einem eher kühlen Gesamteindruck können unter anderem folgende Farben harmonisch wirken:

  • blaue Saphire,
  • violette Amethyste,
  • kühlere Grüntöne,
  • farblose Steine,
  • Weißgold und andere helle Metallfarben.

Diese Empfehlungen sind keine Vorschriften. Gerade ein bewusster Kontrast kann ein Schmuckstück besonders interessant machen.

Sollte der Edelstein zur Augenfarbe passen?

Ein Stein kann die Augenfarbe betonen, muss sie aber nicht exakt wiederholen.

Blaue oder graue Augen können beispielsweise durch Saphir oder blauen Topas unterstrichen werden. Auch ein kontrastierender Amethyst kann interessant wirken.

Bei grünen Augen bieten sich sowohl grüne Schmucksteine als auch kontrastierende Rot- oder Violetttöne an.

Braune Augen harmonieren mit einer besonders breiten Farbpalette – von Granat und warmen Topastönen bis zu Blau und Grün.

Bei Ohrringen spielt diese Überlegung eine größere Rolle als bei einem Ring, da sich der Stein unmittelbar in Gesichtsnähe befindet.

Welches Metall passt zu farbigen Edelsteinen?

Eine Fassung hält den Stein nicht nur sicher an seinem Platz. Die Farbe des Metalls verändert auch die Gesamtwirkung des Schmuckstücks.

Gelbgold

Gelbgold schafft einen warmen Hintergrund und harmoniert besonders schön mit roten, grünen, braunen und verschiedenen violetten Farbtönen.

Klassisch wirken beispielsweise Kombinationen mit Rubin, Granat oder Smaragd.

Weißgold

Weißgold erzeugt einen neutraleren, kühleren Hintergrund. Es kann farblose Steine besonders klar erscheinen lassen und passt gut zu Blau-, Violett- und verschiedenen Grüntönen.

Auch der starke Kontrast zwischen Weißgold und Rubin oder Smaragd kann sehr wirkungsvoll sein.

Roségold

Roségold harmoniert besonders mit zarten rosa- und pfirsichfarbenen Steinen.

Morganit und Roségold sind ein bekanntes Beispiel: Die beiden Farbtöne gehen optisch weich ineinander über.

Auch Kontraste sind möglich. Ein blauer, grüner oder farbloser Stein kann vor dem warmen Hintergrund von Roségold besonders auffällig wirken.

Silber

Die kühle, helle Farbe von Silber lässt sich mit vielen Schmucksteinen kombinieren.

Beim Kauf sollte allerdings auch die Pflege berücksichtigt werden. Silber kann mit der Zeit anlaufen und muss deshalb gelegentlich gereinigt werden.

Welche Fassung schützt einen Edelstein am besten?

Bei einem Ring ist nicht nur die Metallfarbe wichtig. Auch die Konstruktion der Fassung entscheidet darüber, wie gut der Stein geschützt ist.

Krappenfassung

Bei einer Krappenfassung wird der Stein von kleinen Metallstegen beziehungsweise Krappen gehalten.

Ein großer Teil des Steins bleibt sichtbar. Dadurch kann die Fassung besonders leicht und offen wirken.

Die Krappen sollten jedoch regelmäßig kontrolliert werden. Werden sie verbogen oder lockern sie sich, kann sich auch der Stein bewegen.

Zargenfassung

Bei einer Zargenfassung wird der Rand des Steins teilweise oder vollständig von Metall umschlossen.

Dadurch können insbesondere empfindliche Kanten besser vor Stößen geschützt werden. Eine solche Fassung ist deshalb für bestimmte empfindlichere Steine und häufig getragene Schmuckstücke interessant.

Allerdings wird mehr vom Stein durch Metall eingefasst, wodurch die optische Wirkung anders ausfällt als bei einer offenen Krappenfassung.

V-förmige Krappen

Einige Schliffformen besitzen empfindliche Spitzen. Dazu gehören beispielsweise Tropfen- und Marquiseschliff.

Solche Spitzen können durch speziell geformte V-Krappen geschützt werden.

Das ist nicht nur eine gestalterische Frage: Eine ungeschützte Spitze ist bei einem Stoß besonders gefährdet.

Welche Fassung passt zu welcher Steinform?

Runde und ovale Schliffe haben keine ausgeprägten Spitzen und lassen sich vergleichsweise unkompliziert einfassen.

Bei Formen mit Ecken oder Spitzen ist mehr Schutz erforderlich.

Zum Beispiel:

  • beim Marquiseschliff sollten beide Spitzen geschützt sein;
  • beim Tropfenschliff ist die obere Spitze besonders empfindlich;
  • bei quadratischen und rechteckigen Schliffen verdienen die Ecken Aufmerksamkeit;
  • sehr hoch gefasste große Steine stoßen im Alltag leichter gegen Gegenstände.

Ein spektakulärer, hoch sitzender Ring ist deshalb nicht automatisch die praktischste Wahl für jeden Tag.

Welcher Edelstein eignet sich für einen Ring?

Ringe sind stärkeren Belastungen ausgesetzt als Ohrringe oder Anhänger. Mit den Händen berühren wir Tische, Türen und zahlreiche andere harte Gegenstände, häufig ohne es bewusst wahrzunehmen.

Für einen Alltagsring sind deshalb sowohl die Eigenschaften des Steins als auch eine sichere Fassung besonders wichtig.

Diamant, Rubin und Saphir besitzen eine hohe Härte und werden deshalb häufig für regelmäßig getragene Ringe verwendet.

Auch empfindlichere Steine können in Ringen getragen werden. Dann ist jedoch ein entsprechend vorsichtiger Umgang erforderlich. Bei einem Opalring beispielsweise kann eine schützende Fassung sinnvoll sein, und bei Arbeiten mit erhöhter Stoß- oder Kratzgefahr sollte das Schmuckstück besser abgelegt werden.

Welche Steine eignen sich für Ohrringe und Anhänger?

Ohrringe und Anhänger kommen im Alltag wesentlich seltener mit harten Oberflächen in Kontakt. Deshalb können hier auch empfindlichere Schmucksteine interessant sein.

Bei Ohrringen spielt zusätzlich die Nähe zum Gesicht eine Rolle. Farbe von Stein und Metall kann mit Hautton, Haar- und Augenfarbe kombiniert werden.

Ein Anhänger bietet wiederum die Möglichkeit, einen größeren farbigen Stein als bewussten Blickfang einzusetzen. Gerade bei schlichter Kleidung kann ein solcher Schmuckstein zum zentralen Akzent werden.

Worauf sollte man beim Kauf von Schmuck mit Edelsteinen achten?

Eine schöne Farbe ist nur der Anfang. Vor dem Kauf lohnt es sich, einige weitere Eigenschaften zu prüfen.

1. Den Stein bei unterschiedlichem Licht betrachten

Eine starke Beleuchtung im Geschäft kann einen gut geschliffenen Stein besonders brillant erscheinen lassen.

Wenn möglich, sollte man ihn auch bei normalem Licht betrachten. Beim Onlinekauf sind möglichst realistische Fotos oder Videos aus verschiedenen Perspektiven hilfreich.

2. Die Farbe beurteilen

Bei vielen farbigen Edelsteinen ist die Farbe eines der wichtigsten optischen Merkmale.

Dabei zählt nicht nur die Sättigung. Ein Stein kann so dunkel sein, dass seine eigentliche Farbe bei normalem Licht kaum noch erkennbar ist.

3. Auf den Schliff achten

Ein guter Schliff kann Farbe und Lichtwirkung eines Steins deutlich unterstützen.

Wirkt ein großer Bereich ständig sehr dunkel oder erscheint die Mitte auffällig farblos und durchsichtig, kann dies den Gesamteindruck beeinträchtigen.

4. Nicht bei jedem Edelstein dieselbe Reinheit erwarten

Natürliche Edelsteine entstehen unter unterschiedlichen Bedingungen und weisen deshalb verschiedene Arten und Mengen von Einschlüssen auf.

Bei manchen Mineralien sind augenreine Exemplare häufiger, während sichtbare Einschlüsse bei anderen typisch sind. Der Smaragd ist ein bekanntes Beispiel für einen Edelstein, bei dem natürliche Einschlüsse häufig vorkommen.

Deshalb sollte die Reinheit verschiedener Steinarten nicht nach einem einzigen Maßstab beurteilt werden.

5. Nach Behandlungen fragen

Erhitzen und andere Behandlungsmethoden werden bei verschiedenen Schmucksteinen eingesetzt.

Entscheidend ist Transparenz. Besonders bei einem wertvollen Schmuckstück sollte klar angegeben sein, ob der Stein natürlich ist, behandelt wurde oder im Labor hergestellt wurde.

6. Die Fassung kontrollieren

Der Stein sollte nicht spürbar wackeln.

Bei Krappen ist darauf zu achten, ob sie gleichmäßig sitzen und keine offensichtlich verbogenen oder beschädigten Stellen aufweisen. Empfindliche Spitzen und Ecken sollten angemessen geschützt sein.

7. Überlegen, wie oft das Schmuckstück getragen wird

Dieser Punkt wird häufig unterschätzt.

Bei einem Schmuckstück für jeden Tag kann Alltagstauglichkeit wichtiger sein als die Seltenheit eines Steins. Bei Ohrringen oder einem Anhänger für besondere Anlässe kann dagegen ein empfindlicherer Schmuckstein durchaus eine gute Wahl sein.

Natürlich, im Labor hergestellt oder Imitation: Was ist der Unterschied?

Diese Begriffe bedeuten nicht dasselbe.

Ein natürlicher Edelstein ist in der Natur entstanden.

Ein laborgeschaffener Stein wurde unter kontrollierten Bedingungen hergestellt, besitzt aber im Wesentlichen die gleichen chemischen, kristallinen und physikalischen Eigenschaften wie sein natürliches Gegenstück.

Eine Imitation sieht einem bestimmten Edelstein lediglich ähnlich, besteht jedoch aus einem anderen Material.

Allein anhand eines Fotos lässt sich dieser Unterschied häufig nicht zuverlässig erkennen. Bei höherpreisigem Schmuck sollte deshalb auf eine eindeutige Produktbeschreibung geachtet werden. Bei besonders wertvollen Steinen kann zusätzlich ein Bericht eines anerkannten gemmologischen Labors sinnvoll sein.

Sollte man Edelsteine nach dem Sternzeichen auswählen?

Die Zuordnung bestimmter Steine zu Sternzeichen gehört zur kulturellen Tradition und Symbolik. Wissenschaftlich belegte besondere Wirkungen eines Edelsteins aufgrund des Sternzeichens gibt es nicht.

Wer diese Tradition mag, kann sie natürlich als persönliche oder symbolische Grundlage für ein Geschenk nutzen.

Für die praktische Auswahl eines Schmuckstücks sind jedoch andere Kriterien wichtiger: Qualität und Eigenschaften des Steins, eine sichere Fassung, Tragekomfort und vor allem der persönliche Geschmack.

Auch Aussagen über angebliche heilende, energetische oder andere übernatürliche Wirkungen von Edelsteinen sollten nicht mit gemmologisch nachweisbaren Eigenschaften verwechselt werden.

Wie wählt man Schmuck als Geschenk aus?

Beim Kauf für eine andere Person ist die Auswahl etwas schwieriger.

Wer den Lieblingsstein nicht kennt, sollte zunächst beobachten, welchen Schmuck die Person bereits trägt.

Hilfreich sind folgende Fragen:

  • Trägt sie eher gelbes oder weißes Metall?
  • Bevorzugt sie farbige Edelsteine?
  • Ist ihr Schmuck eher dezent oder auffällig?
  • Mag sie klassische oder ungewöhnliche Formen?
  • Trägt sie Schmuck täglich oder nur zu besonderen Anlässen?

Wer fast ausschließlich kleinen, silberfarbenen Schmuck trägt, wird sich möglicherweise mit einem sehr großen Ring aus Gelbgold und einem kräftig roten Stein weniger wohlfühlen – unabhängig davon, wie wertvoll oder schön das Schmuckstück ist.

Bei einem Geschenk ist es deshalb oft sinnvoll, den bereits vorhandenen Stil der Person weiterzuführen.

Häufige Fragen zu Schmuck mit Edelsteinen

Welcher Edelstein ist der schönste?

Einen objektiv schönsten Edelstein gibt es nicht. Diamanten faszinieren durch ihr Lichtspiel, Saphire durch intensive Farben, Smaragde durch charakteristisches Grün und Opale durch ihr besonderes Farbspiel.

Welcher Edelstein eignet sich für einen Ring, den man täglich trägt?

Für häufig getragene Ringe sind widerstandsfähige Steine in einer sicheren Fassung praktisch. Diamanten, Saphire und Rubine sind aufgrund ihrer hohen Härte beliebte Möglichkeiten. Auch sie sollten jedoch vor starken Stößen geschützt werden.

Welcher Stein passt zu Roségold?

Rosa- und pfirsichfarbene Steine wie Morganit harmonieren besonders weich mit Roségold. Blaue, grüne oder farblose Steine können dagegen einen attraktiven Kontrast erzeugen.

Welche Steine passen zu Gelbgold?

Gelbgold lässt sich gut mit Granat, Rubin, Smaragd, Amethyst und vielen weiteren farbigen Edelsteinen kombinieren. Der warme Metallton kann die Wahrnehmung der Steinfarbe deutlich beeinflussen.

Welche Edelsteine passen zu Weißgold?

Weißgold bietet einen kühlen, relativ neutralen Hintergrund für Diamanten, Saphire, Topase, Amethyste und viele andere Steine. Auch Rubin und Smaragd können durch den starken Kontrast besonders auffallen.

Was ist bei farbigen Edelsteinen wichtiger: Farbe oder Reinheit?

Das hängt von der jeweiligen Steinart ab. Bei vielen farbigen Edelsteinen gehört die Farbe zu den wichtigsten optischen Kriterien. Die Erwartungen an die Reinheit unterscheiden sich dagegen deutlich von Mineral zu Mineral.

Warum sehen zwei Steine derselben Art unterschiedlich aus?

Farbton, Sättigung, Transparenz, Einschlüsse, Schliff, Größe und Beleuchtung beeinflussen das Erscheinungsbild. Zwei natürliche Steine derselben Art sehen deshalb nur selten vollkommen identisch aus.

Kann man Opal jeden Tag tragen?

Grundsätzlich ja, allerdings ist Opal empfindlicher als viele harte Edelsteine. Besonders bei einem Ring sind eine schützende Fassung und ein vorsichtiger Umgang empfehlenswert.

Wie erkennt man, ob ein Edelstein natürlich ist?

Anhand eines Fotos lässt sich die Herkunft nicht zuverlässig feststellen. Bei wertvollen Schmuckstücken sollte auf eindeutige Angaben des Verkäufers und gegebenenfalls auf einen Bericht eines anerkannten gemmologischen Labors geachtet werden.

Sind Einschlüsse in natürlichen Edelsteinen schlecht?

Nicht grundsätzlich. Einschlüsse sind bei vielen natürlichen Mineralien normal. Entscheidend ist, wie stark sie Aussehen, Transparenz und Stabilität des konkreten Steins beeinflussen.

Worauf sollte man bei Ohrringen mit Edelsteinen achten?

Da Ohrringe unmittelbar am Gesicht getragen werden, können Steinfarbe, Hautton, Haar- und Augenfarbe bei der Auswahl berücksichtigt werden. Zusätzlich sind Gewicht, Tragekomfort und ein sicherer Verschluss wichtig.

Welche Fassung eignet sich für empfindliche Steine?

Bei empfindlicheren Steinen kann eine Konstruktion sinnvoll sein, die Kanten und andere gefährdete Bereiche stärker schützt. Welche Fassung optimal ist, hängt von Steinart, Schliffform und Größe ab.

Ist ein größerer Edelstein automatisch besser?

Nein. Ein kleinerer Stein mit attraktivem Farbton und gutem Schliff kann wesentlich eindrucksvoller wirken als ein großer, aber sehr dunkler oder ungünstig geschliffener Stein.

Nicht nur den Stein, sondern das gesamte Schmuckstück auswählen

Ein gelungenes Schmuckstück entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Elemente. Die Farbe und der Charakter des Edelsteins sollten gefallen, der Schliff seine optische Wirkung unterstützen und die Fassung den Stein sicher halten und gleichzeitig passend präsentieren.

Ebenso wichtig ist der Alltag der Person, die den Schmuck trägt. Bei einem Ring für jeden Tag sollte die Widerstandsfähigkeit stärker berücksichtigt werden. Bei Ohrringen oder Anhängern kann dagegen auch ein empfindlicherer und ungewöhnlicherer Schmuckstein eine interessante Wahl sein.

Und schließlich sollte man Regeln darüber, welcher Farbton oder welches Metall angeblich zu welchem Typ „gehört“, nicht zu streng nehmen. Wenn ein grüner Stein in Gelbgold, ein blauer Saphir in Weißgold oder ein zarter Morganit in Roségold immer wieder den Blick auf sich zieht, ist das bereits ein überzeugender Grund für die Auswahl.

Denn ein gutes Schmuckstück muss nicht zwangsläufig das teuerste oder seltenste sein. Entscheidend ist, dass man es gerne trägt.

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Foto: https://depositphotos.com/ avevstaf

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