Hennessy: zwischen Tradition und Kunst

Der Text beleuchtet die Geschichte des Cognacs, seine Herstellung, die Weinberge der Region und die unterschiedlichen Altersklassen. Im Mittelpunkt stehen außerdem das Haus Hennessy und die limitierte Hennessy V.S. Founder’s Edition, die traditionelle Cognac-Kultur mit zeitgenössischer Kunst verbindet.

 

 

Cognac ist nicht einfach nur ein hochprozentiges alkoholisches Getränk, sondern das Ergebnis einer jahrhundertealten Geschichte, strenger Vorschriften und der sorgfältigen Arbeit erfahrener Meister. Als seine Heimat gilt die französische Cognac-Region, die überwiegend in den Départements Charente und Charente-Maritime liegt. Die Geschichte des Getränks ist eng mit niederländischen Händlern verbunden, die im 16. Jahrhundert damit begannen, den regionalen Wein zu destillieren, damit er lange Seereisen besser überstand. Im 17. Jahrhundert wurde das Verfahren durch die Einführung der doppelten Destillation weiterentwickelt. Die Produzenten stellten außerdem fest, dass die Reifung der Branntweine in Eichenfässern den Geschmack weicher, tiefer und ausdrucksstärker macht. So entwickelte sich ein gewöhnliches Weindestillat allmählich zu einem Getränk mit unverwechselbarem Charakter. Heute darf nur ein Produkt als Cognac bezeichnet werden, das in der offiziell festgelegten Region und nach dem vorgeschriebenen Verfahren hergestellt wurde. Der gesamte Prozess umfasst den Anbau der Trauben, die Herstellung eines trockenen Weißweins, die doppelte Destillation, die Reifung und die Assemblage. Die Destillation erfolgt in traditionellen kupfernen Brennblasen aus der Charente. Die gewonnenen Branntweine, die in Frankreich als Eaux-de-vie bezeichnet werden, reifen anschließend über einen langen Zeitraum in Eichenfässern. Danach verbindet der Kellermeister Branntweine unterschiedlichen Alters und verschiedener Herkunft zu einem harmonischen und gleichbleibenden Stil. Nach der Abfüllung altert Cognac nicht weiter, da seine Reifung ausschließlich im Eichenfass stattfindet.

Weinberge und Altersklassen des Cognacs

Die Weinberge der Cognac-Region zeichnen sich durch ein gemäßigtes ozeanisches Klima und überwiegend kalkhaltige Böden aus. Das Produktionsgebiet ist in sechs Zonen unterteilt: Grande Champagne, Petite Champagne, Borderies, Fins Bois, Bons Bois und Bois Ordinaires. Die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima jeder Zone beeinflussen das Aroma, die Struktur und das Reifepotenzial der späteren Branntweine. Die wichtigste Rebsorte ist Ugni Blanc, die mehr als 98 Prozent der Rebflächen in der Region einnimmt. Sie zeichnet sich durch einen hohen Säuregehalt, einen niedrigen Zuckergehalt und ihre Widerstandsfähigkeit gegen einige Krankheiten aus. Aus Ugni Blanc wird ein leichter trockener Wein mit einem Alkoholgehalt von etwa 8 bis 9 Prozent hergestellt. Für den gewöhnlichen Genuss erscheint er zu säurebetont, für die Destillation ist er jedoch hervorragend geeignet. Nach der Destillation entfaltet diese Rebsorte feine florale und fruchtige Nuancen und zeigt ein gutes Reifepotenzial. In der Region sind außerdem die Rebsorten Folle Blanche, Colombard, Montils und einige weitere zugelassen, ihr Anteil ist jedoch wesentlich geringer.

Das Alter eines Cognacs richtet sich nach dem jüngsten Branntwein, der in der Assemblage enthalten ist. Die Kategorie V.S., also Very Special, bedeutet, dass der jüngste Branntwein mindestens zwei Jahre im Eichenfass gereift ist. Bei V.S.O.P., also Very Superior Old Pale, beträgt die Mindestlagerzeit vier Jahre. Die Bezeichnung X.O., also Extra Old, wird für Assemblagen verwendet, deren jüngster Branntwein mindestens zehn Jahre gereift ist. Die Kategorie X.X.O., also Extra Extra Old, setzt eine Reifezeit von mindestens vierzehn Jahren voraus. Die Alterskennzeichnung bedeutet allerdings nicht, dass ein Cognac grundsätzlich besser ist als ein anderer. Junge Assemblagen zeichnen sich meist durch einen lebhaften, fruchtigen Charakter aus, während länger gereifte Cognacs komplexere Holz-, Gewürz- und Nussnoten bieten.

Hennessy: irischer Charakter und französische Handwerkskunst

Einen besonderen Platz in der Geschichte des Getränks nimmt das von dem Iren Richard Hennessy gegründete Haus Hennessy ein. Er wurde 1724 in der Grafschaft Cork geboren, trat in die französische Armee ein und gründete 1765 ein Handelshaus am Ufer der Charente. Auf diese Weise verband sich irischer Unternehmergeist mit der französischen Kultur des Weinbaus und der Destillation. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Hennessy zu einem der bekanntesten Cognac-Häuser der Welt.

Zu den bekanntesten Produkten der Marke gehört Hennessy V.S. – eine lebhafte und intensive Assemblage, die in neuen Eichenfässern reift. In Geschmack und Aroma entfalten sich fruchtige Noten sowie Nuancen von Vanille und geröstetem Holz. Dieser Cognac kann pur, auf Eis oder als Basis für Cocktails serviert werden. Gleichzeitig ist Hennessy V.S. regelmäßig Bestandteil kreativer Projekte mit zeitgenössischen Künstlern.

Zum 300. Geburtstag von Richard Hennessy wurde die limitierte Hennessy V.S. Founder’s Edition kreiert. An der Gestaltung der Flasche arbeiteten die irischen Künstler Maser aus Dublin und der in Cork geborene Conor Harrington. Maser brachte intensive Farben, geometrische Formen und die Energie der Street-Art in die Komposition ein. Harrington ergänzte das Design durch ein malerisches Porträt von Richard Hennessy, der selbstbewusst in die Zukunft schreitet und zugleich auf seine irischen Wurzeln zurückblickt. Grün-, Gelb- und Goldtöne erinnern an Irland, während die moderne Bildsprache das Erbe des 18. Jahrhunderts mit der Kultur unserer Zeit verbindet. In der Sammlerflasche befindet sich der klassische Hennessy V.S. mit seinem ausdrucksstarken fruchtig-holzigen Charakter. Diese Edition wurde nicht nur zu einem Getränk, sondern auch zu einem Symbol für die Verbindung zwischen Irland und Frankreich, Geschichte und zeitgenössischer Kunst.

Foto: KI

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