Welche Küchengeräte sind für ältere Menschen besonders hilfreich?

Welche Küchengeräte erleichtern älteren Menschen den Alltag? Der Artikel erklärt, worauf es bei Wasserkochern, Thermopots, Kochfeldern, Mikrowellen, Multikochern und anderen einfach zu bedienenden Geräten ankommt.

Mit zunehmendem Alter muss die Küche nicht zwangsläufig unbequem oder gefährlich werden. Oft genügt es, einige gewohnte Gegenstände auszutauschen, damit das Kochen leichter, schneller und entspannter wird.

Ein schwerer Wasserkocher lässt sich durch ein Gerät ersetzen, das heißes Wasser auf Knopfdruck ausgibt. Statt einer offenen Gasflamme kann ein Kochfeld verwendet werden, das ohne geeignetes Kochgeschirr nicht heizt. Eine Handreibe lässt sich durch einen kompakten elektrischen Zerkleinerer ersetzen, ein kraftaufwendiger Dosenöffner durch eine elektrische Variante.

Nützliche Technik für ältere Menschen muss nicht besonders kompliziert oder „smart“ sein. Wichtiger sind eine verständliche Bedienung, ein sicherer Stand, große Beschriftungen und eine automatische Abschaltung. Das Gerät sollte gewohnte Handgriffe tatsächlich erleichtern und den Nutzer nicht dazu zwingen, sich jedes Mal an eine lange Befehlsfolge zu erinnern.

Das Alter allein entscheidet nichts

Es gibt keine allgemeingültige technische Ausstattung, die jeder ältere Mensch benötigt. Manche Menschen bereiten mit 75 Jahren anspruchsvolle Gerichte zu und bedienen problemlos einen Touchscreen. Anderen fällt es schwer, einen gefüllten Wasserkocher anzuheben oder kleine Beschriftungen auf einem Display zu lesen.

Bei der Auswahl sollten deshalb die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Entscheidend sind unter anderem die Kraft in den Händen, die Beweglichkeit der Gelenke, das Seh- und Hörvermögen, die Gangsicherheit, das Gedächtnis und die persönlichen Gewohnheiten.

Schmerzen die Finger, sind Geräte sinnvoll, die keinen kräftigen Griff und keine Drehbewegung des Handgelenks erfordern. Bei eingeschränktem Sehvermögen helfen große, kontrastreiche Tasten und ein gut lesbares Display. Wenn eine Person gelegentlich vergisst, den Herd auszuschalten, sollten Abschaltautomatik, Timer und Überhitzungsschutz im Mittelpunkt stehen.

Technik sollte die Selbstständigkeit unterstützen, aber kein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln. Automatische Funktionen können bestimmte Risiken verringern, ersetzen jedoch nicht die notwendige Vorsicht. Bei deutlichen Gedächtnisstörungen sollte die Auswahl der Geräte gemeinsam mit Angehörigen, Pflegefachkräften oder einer Wohnberatungsstelle erfolgen.

Worauf sollte man vor dem Kauf achten?

Ältere Menschen kommen in der Regel besser mit einem Gerät zurecht, dessen Funktionsweise verständlich ist, ohne ständig in der Bedienungsanleitung nachsehen zu müssen.

Die Tasten sollten gut erkennbar und ausreichend groß sein. Bei einem vollständig berührungsempfindlichen Bedienfeld ist zu prüfen, ob es auch auf trockene Finger zuverlässig reagiert und ob akustisch oder optisch erkennbar ist, dass der Befehl angenommen wurde.

Das Display sollte kontrastreiche Ziffern ohne unnötige Symbole zeigen. Ein leises Signal kann bei eingeschränktem Hörvermögen unbemerkt bleiben, ein zu lauter Ton dagegen unangenehm sein. Praktisch ist es, wenn das Ende eines Programms gleichzeitig durch einen Ton und ein Lichtsignal angezeigt wird.

Auch die Standfestigkeit ist wichtig. Das Gerät darf nicht über die Arbeitsfläche rutschen, beim Drücken einer Taste kippen oder ständig mit der zweiten Hand festgehalten werden müssen.

Sinnvoll sind ein Überhitzungsschutz, eine automatische Abschaltung und eine Sperre gegen unbeabsichtigtes Einschalten. Ob diese Funktionen vorhanden sind, sollte jedoch in der Beschreibung des konkreten Modells geprüft und nicht allein aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes angenommen werden.

Vor dem Kauf ist es hilfreich, die betreffende Person den Deckel selbst öffnen, die Tasten betätigen, eine Schüssel oder einen Behälter herausnehmen und die Beschriftungen lesen zu lassen. Ein Gerät, das Angehörigen praktisch erscheint, kann für den täglichen Nutzer zu schwer oder zu kompliziert sein.

Elektrischer Wasserkocher: Je leichter, desto angenehmer

Ein gewöhnlicher elektrischer Wasserkocher gehört weiterhin zu den am häufigsten verwendeten Küchengeräten. Er erhitzt das Wasser schnell und schaltet sich nach dem Kochen normalerweise automatisch ab.

Das größte Problem entsteht häufig nicht beim Erhitzen, sondern beim Anheben. Ein Liter Wasser wiegt etwa ein Kilogramm, das Eigengewicht des Wasserkochers noch nicht mitgerechnet. Wird ein großes Gerät vollständig gefüllt, kann es für Menschen mit schwachen Händen, schmerzenden Gelenken oder einem Tremor schwierig sein, es sicher anzuheben und zu kippen.

In diesem Fall ist ein leichtes Modell mit einem gut ausbalancierten Griff sinnvoll. Der Deckel sollte sich ohne großen Kraftaufwand öffnen lassen, die Wasserstandsanzeige muss von außen gut erkennbar sein. Ein Sockel, auf den der Wasserkocher aus jeder Richtung gestellt werden kann, erspart das genaue Ausrichten auf einer schmalen Halterung.

Ein besonders großes Fassungsvermögen sollte nicht nur für den seltenen Bedarfsfall gewählt werden. Wenn eine Person normalerweise eine einzige Tasse Tee zubereitet, ist ein kompakter Wasserkocher leichter und praktischer. Außerdem sollte immer nur so viel Wasser eingefüllt werden, wie tatsächlich benötigt wird.

Thermopot: heißes Wasser ohne Anheben des Wasserkochers

Wird mehrmals täglich heißes Wasser benötigt, kann ein Thermopot eine Alternative zum klassischen Wasserkocher sein. Er erhitzt das Wasser, hält die gewählte Temperatur und gibt es über einen Auslauf aus, ohne dass das gesamte Gerät angehoben werden muss.

Für Menschen mit nachlassender Kraft in den Händen kann das einen deutlichen Vorteil darstellen. Es genügt, die Tasse unter den Auslauf zu stellen und die Wasserausgabe zu starten. Dadurch werden die Handgelenke weniger belastet und das Risiko sinkt, einen schweren gefüllten Wasserkocher beim Eingießen fallen zu lassen.

Ein Thermopot eignet sich besonders für Haushalte, in denen mehrmals am Tag Tee oder andere Heißgetränke zubereitet werden, sowie für größere Familien. Dank eines geräumigen Wasserbehälters muss seltener nachgefüllt werden.

Der TITAN 2.1 Thermopot verbindet beispielsweise die Funktionen eines Wasserkochers und einer Thermoskanne. Er besitzt ein Fassungsvermögen von fünf Litern, ermöglicht eine Temperaturwahl zwischen 45 und 95 °C und verfügt über eine Timerfunktion. So kann das Wasser im Voraus erhitzt und anschließend ausgegeben werden, ohne den Behälter anheben zu müssen.

Ein großes Volumen hat allerdings auch eine Kehrseite. Fünf Liter Wasser wiegen etwa fünf Kilogramm. Ein gefülltes Gerät sollte deshalb nicht mehr bewegt werden. Für den Thermopot ist von Anfang an ein fester, stabiler Platz in der Nähe einer Steckdose einzuplanen. Falls die Konstruktion des Modells dies zulässt, lässt sich das Wasser bequemer mit einem kleinen Krug nachfüllen.

Die Ausgabetaste sollte sich nicht durch eine zufällige Berührung aktivieren lassen. Leben Kinder im Haushalt oder bestehen Gedächtnisprobleme, sind eine Sperrfunktion und verständliche Beschriftungen besonders wichtig. Wasser mit einer Temperatur von 90 bis 95 °C kann Verbrühungen verursachen, auch wenn das Gerät selbst beim Ausgießen nicht angehoben werden muss.

Induktionskochfeld

Viele ältere Menschen sind an einen Gasherd gewöhnt. Eine offene Flamme erfordert jedoch besondere Aufmerksamkeit. Das Feuer kann erlöschen, während die Gaszufuhr bestehen bleibt. Ein weiter Ärmel, ein Handtuch oder ein Topflappen kann versehentlich in die Flamme geraten.

Ein Induktionskochfeld arbeitet anders. Es erhitzt geeignetes Kochgeschirr mithilfe eines elektromagnetischen Feldes. Die Fläche um die Kochzone herum erwärmt sich hauptsächlich durch den Topf selbst. Wird das Kochgeschirr entfernt, beenden viele Modelle den Heizvorgang.

Nützliche Funktionen können ein Timer, eine automatische Topferkennung, ein Überhitzungsschutz und eine Abschaltung nach einer festgelegten Zeit sein.

Ein Induktionskochfeld ist jedoch nicht für jeden geeignet. Berührungsempfindliche Symbole sind manchmal schlecht erkennbar, und die Bedienung mehrerer Funktionen kann ungewohnt erscheinen. Außerdem wird kompatibles Kochgeschirr benötigt. Vor einem Austausch des Herdes sollte sichergestellt werden, dass die betreffende Person das Funktionsprinzip versteht und das Kochfeld sicher bedienen kann.

Besteht das Hauptproblem in einer vergessenen eingeschalteten Kochzone, lässt sich auch eine spezielle Herdabschaltautomatik in Betracht ziehen. Bestimmte Sicherheitssysteme für die Küche können in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen als Hilfsmittel anerkannt und teilweise von der Pflegekasse finanziert werden. Die mögliche Kostenübernahme sollte vorab mit der Pflegekasse und einer Wohnberatungsstelle geklärt werden.

Mikrowelle mit einfacher Bedienung

Eine Mikrowelle eignet sich zum Erwärmen fertiger Mahlzeiten, zum Auftauen von Lebensmitteln und zur Zubereitung einfacher Gerichte. Dadurch kann auf eine schwere Pfanne verzichtet und die Zeit am heißen Herd verkürzt werden.

Für ältere Menschen ist ein Modell ohne eine große Zahl automatischer Programme oft die bessere Wahl. Zwei Drehregler für Zeit und Leistung können praktischer sein als ein Touchscreen mit zahlreichen Tasten.

Die Tür sollte sich leicht öffnen, aber zuverlässig schließen lassen. Teller müssen eingesetzt und herausgenommen werden können, ohne dass sich die Person tief bücken muss. Deshalb sollte das Gerät weder zu hoch noch zu niedrig aufgestellt werden.

Verwendet werden darf ausschließlich geeignetes Geschirr. Metallgegenstände, Alufolie und Behälter mit Metalldekor sind in der Regel nicht für die Mikrowelle vorgesehen. Geschlossene Gefäße müssen geöffnet oder zumindest gelockert werden, da sich darin Druck aufbauen kann.

Auch die Temperatur der Speisen ist zu beachten. Lebensmittel erwärmen sich in der Mikrowelle mitunter ungleichmäßig: Ein Teil bleibt lauwarm, während ein anderer sehr heiß wird. Nach dem Erwärmen sollte der Inhalt umgerührt werden und kurz stehen bleiben.

Multikocher: weniger Kontrolle während des Kochens

Mit einem Multikocher lassen sich Brei, Suppen, Schmorgerichte und Beilagen in einem einzigen Behälter zubereiten. Die Heizleistung muss nicht ständig angepasst und die Flüssigkeit nicht fortlaufend auf ein mögliches Überkochen kontrolliert werden.

Nach Programmende wechseln viele Modelle automatisch in den Warmhaltemodus. Das ist praktisch, wenn die restlichen Speisen langsamer zubereitet werden oder die Mahlzeit nicht immer zur gleichen Zeit eingenommen wird.

Der größte Nachteil ist ein kompliziertes Menü. Zahlreiche Programme, kleine Abkürzungen und mehrstufige Einstellungen können die Bedienung erschweren. Besser ist ein Gerät mit wenigen tatsächlich benötigten Funktionen und einer deutlich erkennbaren Starttaste.

Außerdem sollte geprüft werden, wie leicht sich der Einsatz herausnehmen lässt. Ein mit Suppe oder Brei gefüllter Behälter kann schwer sein, und seine glatten Wände sind möglicherweise schwierig zu greifen. Manchmal ist es sicherer, das Essen mit einer Kelle zu entnehmen, ohne den heißen Einsatz aus dem Gehäuse zu heben.

Beim Öffnen des Deckels müssen Hände und Gesicht vor heißem Dampf geschützt werden. Besondere Vorsicht erfordern Multikocher mit einer Druckgarfunktion.

Minibackofen oder Heißluftfritteuse

Ein kompakter Backofen oder eine Heißluftfritteuse kann für die Zubereitung kleiner Portionen praktisch sein. Solche Geräte heizen schneller auf als ein großer Backofen und ermöglichen das Garen ohne schwere Backbleche.

Der ausziehbare Korb einer Heißluftfritteuse lässt sich häufig leichter entnehmen, als sich zu einem fast auf Bodenhöhe eingebauten Backofen hinunterzubeugen. Dieser Vorteil besteht jedoch nur, wenn das Gerät in geeigneter Höhe steht und der Korb nicht zu schwer ist.

Modelle mit einfachen mechanischen Reglern sind manchmal leichter zu bedienen als Geräte mit Touchscreen. Deutlich erkennbare Einstellungen für Zeit und Temperatur helfen dabei, Fehler zu vermeiden.

Für die Belüftung benötigt das Gerät ausreichend freien Raum. Es darf nicht direkt an die Wand gestellt, mit einem Handtuch abgedeckt oder neben leicht entzündlichen Gegenständen betrieben werden.

Elektrischer Zerkleinerer statt Messer und Reibe

Das Schneiden von Zwiebeln, Gemüse oder Nüssen erfordert Kraft, präzise Bewegungen und eine sichere Führung des Messers. Bei schwachen Händen, Arthritis oder Tremor wird diese Arbeit anstrengend und das Verletzungsrisiko steigt.

Ein kompakter elektrischer Zerkleinerer erledigt einen großen Teil dieser Arbeit innerhalb weniger Sekunden. Er eignet sich für Gemüse, Kräuter, Nüsse und andere Lebensmittel, die vom Hersteller ausdrücklich vorgesehen sind.

Bei der Auswahl kommt es nicht nur auf die Leistung an. Der Behälter sollte sich leicht abnehmen lassen, und der Deckel muss ohne kompliziertes Ausrichten kleiner Bauteile aufgesetzt werden können. Praktisch ist eine Sicherheitssperre, die verhindert, dass das Gerät bei nicht korrekt geschlossenem Deckel startet.

Die Messer im Inneren sind sehr scharf. Sie dürfen nicht mit den Fingern gereinigt oder aus dem Behälter genommen werden, solange das Gerät noch mit dem Stromnetz verbunden ist. Zum Reinigen eignet sich eine Bürste mit Griff.

Auch ein Stabmixer kann die Zubereitung von Cremesuppen, Soßen und weichen Speisen erleichtern. Ein schwerer Motorblock belastet jedoch möglicherweise das Handgelenk. Vor dem Kauf sollte das Gerät deshalb in die Hand genommen und die Lage der Bedientaste geprüft werden.

Elektrischer Dosenöffner

Das Öffnen einer Konservendose erscheint einfach, bis Finger und Handgelenke zu schmerzen beginnen. Ein gewöhnlicher Dosenöffner erfordert einen festen Griff, eine Drehbewegung des Handgelenks und einen gezielten Druck.

Ein elektrisches Modell bewegt sich selbstständig am Dosenrand entlang. Das kann bei Arthritis, eingeschränkter Handkraft oder begrenzter Beweglichkeit der Finger hilfreich sein.

Vor dem Kauf sollte geprüft werden, für welche Dosenformen und -größen das Gerät geeignet ist. Auch nach dem Öffnen können scharfe Kanten entstehen. Der Deckel muss daher vorsichtig abgenommen werden.

Für Gläser mit Schraubdeckeln gibt es separate elektrische Öffnungshilfen. Manchmal genügt allerdings bereits eine einfache rutschfeste Gummihilfe, sodass ein elektrisches Gerät nicht immer notwendig ist.

Küchenwaage und Timer mit großen Ziffern

Auch kleine Hilfsmittel können das Kochen spürbar erleichtern. Eine Waage mit großem, kontrastreichem Display hilft dabei, Mengenangaben einzuhalten. Ein Timer erinnert an Speisen im Backofen oder auf dem Herd.

Für ältere Menschen ist ein Modell ohne mehrere versteckte Funktionen meist einfacher. Die wichtigsten Tasten sollten deutlich zu erkennen und das akustische Signal ausreichend laut sein.

Trägt die betreffende Person ein Hörgerät oder nimmt hohe Töne nur eingeschränkt wahr, sollte der Timer vor dem Kauf ausprobiert werden. Manchmal ist ein Gerät mit zusätzlichem blinkendem Lichtsignal besser geeignet.

Ein Timer ersetzt keine Abschaltautomatik, da er lediglich ein Signal ausgibt. Besteht die Gefahr, dass der Nutzer das Signal nicht hört oder darauf nicht reagiert, ist ein Gerät sicherer, das den Heizvorgang selbstständig beendet.

Geschirrspüler und kompakte Tischmodelle

Das Spülen von Geschirr kostet Zeit und erfordert oft langes Stehen am Spülbecken. Bei Rückenschmerzen, Schwäche oder Gleichgewichtsstörungen kann selbst diese alltägliche Aufgabe sehr anstrengend werden.

Ein Geschirrspüler reduziert die Belastung. Bei einem klassischen Einbaugerät muss man sich beim Einräumen jedoch häufig bücken. Wird die Küche neu geplant, kann das Gerät erhöht eingebaut werden.

Für Einpersonenhaushalte oder kleine Küchen gibt es kompakte Tischgeschirrspüler. Sie bieten weniger Platz, befinden sich dafür aber auf der Arbeitsfläche. Vor dem Kauf sollten die Anschlussart, das Gewicht und die Befüllung eines eventuell vorhandenen Wassertanks geprüft werden.

Nicht jedes „smarte“ Gerät ist wirklich praktisch

Eine Steuerung per App, Sprachbefehle und zahlreiche automatische Programme können hilfreich sein, eignen sich aber nicht für jeden Menschen.

Eine gewöhnliche große Taste ist manchmal sicherer als ein Smartphone, das zunächst entsperrt, mit dem Netzwerk verbunden und regelmäßig aktualisiert werden muss. Funktioniert ein Gerät ohne Internet nicht oder verlangt es die Einrichtung eines Benutzerkontos, kann das den Alltag unnötig erschweren.

Technik ist dann hilfreich, wenn die betreffende Person sie selbstständig bedienen kann und versteht, was nach jedem Befehl geschieht. Ein kompliziertes Gerät sollte nicht allein deshalb gekauft werden, weil es modern wirkt.

Besonders sorgfältig ist vernetzte Technik für Menschen mit Demenz auszuwählen. Eine Abschaltautomatik kann die Sicherheit erhöhen. Neue Geräusche, unbekannte Signale und veränderte Bedienungsabläufe können jedoch Verwirrung auslösen. In einer solchen Situation sollte das Gerät zunächst gemeinsam ausprobiert werden.

Eine sichere Aufstellung ist wichtiger als die Zahl der Geräte

Auch sorgfältig ausgewählte Technik kann unpraktisch werden, wenn sie zu hoch, weit von der Steckdose entfernt oder auf einer instabilen Fläche steht.

Häufig verwendete Geräte sollten möglichst zwischen Hüft- und Schulterhöhe platziert werden. So muss sich die Person weder tief bücken noch mit heißem Geschirr nach oben greifen.

Kabel dürfen nicht über die Tischkante, in der Nähe des Spülbeckens oder über den Boden verlaufen. Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen dürfen nur verwendet werden, wenn sie für die Leistung der angeschlossenen Geräte geeignet sind.

Thermopot, Mikrowelle und Multikocher benötigen eine stabile Stellfläche. Rund um Geräte, aus denen heißer Dampf austritt, muss ausreichend Platz frei bleiben. Tassen, Löffel und häufig verwendete Lebensmittel sollten sich in der Nähe befinden, damit unnötige Wege durch die Küche entfallen.

Auch eine helle und gleichmäßige Beleuchtung der Arbeitsfläche ist wichtig. Selbst das sicherste Gerät kann zu Bedienfehlern führen, wenn seine Beschriftungen nicht erkennbar sind.

Wie findet man wirklich hilfreiche Küchengeräte?

Das beste Küchengerät für einen älteren Menschen ist dasjenige, das ein konkretes Problem löst.

Fällt das Anheben des Wasserkochers schwer, kommen ein leichtes kompaktes Modell oder ein Thermopot mit Wasserausgabe infrage. Wird der eingeschaltete Herd gelegentlich vergessen, sind Abschaltautomatik und Timer besonders wichtig. Bei Schmerzen in den Händen können ein elektrischer Zerkleinerer und eine Öffnungshilfe nützlich sein. Ist langes Stehen schwierig, kann ein Teil der Vorbereitung im Sitzen erfolgen, während ein Multikocher oder ein kompakter Backofen die Zubereitung übernimmt.

Die gesamte Küche sollte nicht an einem einzigen Tag umgestaltet werden. Mehrere neue Geräte gleichzeitig zu erlernen, ist in jedem Alter schwierig. Sinnvoller ist es, mit einem Gerät zu beginnen, es gemeinsam einzurichten und zu prüfen, ob es den Alltag tatsächlich erleichtert.

Gute Technik nimmt älteren Menschen ihre gewohnten Tätigkeiten nicht ab. Sie hilft ihnen, länger selbstständig zu kochen, sicher Tee einzuschenken, eine Mahlzeit aufzuwärmen und ohne unnötige Anstrengung Gäste zu empfangen.

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